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Adelbert von Moos

Kopf des Monats November 2011

In der Ausgabe 09/2011 des Strichpunkts stellen wir Ihnen Adelbert von Moos vor, Leiter der Poststelle Kaiserstuhl- Fisibach.

Adelbert von Moos ist am 14. März 1952 in Wislikofen geboren, als Zweitältester von vier Brüdern. Nachdem er zwischenzeitlich mehrere Jahre in Zürich und im Limmattal wohnte, lebt er heute wieder in Wislikofen. Er ist geschieden und hat zwei Söhne: Patrick von Moos (31), ist Axis- Ausbilder beim Bachser Märt in Zürich. Der jüngere Sohn, Fabian von Moos (27), arbeitet bei der Firma Outdoor in Interlaken als Leiter Büro und Marketing.

Seine berufliche Laufbahn startete Adelbert von Moos 1968 bei der Poststelle Bad Zurzach, wo er eine Lehre als Briefträger absolvierte und danach noch eine Weile in der Zustellung arbeitete. Anschliessend wechselte er zur Poststelle Koblenz, etwas später dann nach Baden, wo er den Umlad der Postsendungen auf die Züge besorgte.

Ab 1970 arbeitete Adelbert von Moos insgesamt 17 Jahre im Bahnpostdienst der Sihlpost in Zürich (früher wurden die Postsendungen am Abend in rollenden Bahnposten zusammengeführt und entweder direkt oder via Briefzentren an die Bestimmungsorte geleitet). Als «Bahnpöstler» war von Moos ab Zürich im Einsatz, hauptsächlich auf den Strecken Zürich – Chur, Zürich – Winterthur, Zürich – St. Gallen, Zürich – Bodensee, Zürich – Schaffhausen, Zürich – Chiasso und Zürich – Zug – Luzern. Der Bahnpostdienst führte ihn aber auch nach Basel, via Biel oder Bern nach Genf und sogar bis Stuttgart.

«Es war eine sehr schöne und abwechslungsreiche Zeit. Ich hatte aber auch häufig unregelmässige Arbeitszeiten, da zum Beispiel die Tageszeitungen mit den Nachtzügen transportiert werden mussten, damit auch die Tessiner ihre Zeitungen rechtzeitig für die Zustellung erhielten », so Adelbert von Moos über seine Zeit im Bahnpostdienst.

Nach entsprechenden Umschulungen und erfolgreich absolvierten Prüfungen wurde Adelbert von Moos zum Posthalter in Wislikofen gewählt. Zusammen mit seiner damaligen Frau liess er in Wislikofen ein Haus bauen, in dessen Erdgeschoss extra ein Postlokal eingerichtet wurde. Dieses Haus bewohnt er noch heute, zusammen mit seinem älteren Sohn. In der Familie von Moos war Adelbert bereits in der fünften Generation als Posthalter tätig.

Ab 1998 ergaben sich für verschiedene kleine Poststellen in der Region Veränderungen. Der Poststelle Wislikofen wurde die Zuständigkeit für den Postdienst in Rümikon übertragen, etwas später auch für die Filiale Mellikon. Letztere wurde 2001 geschlossen und die Zustellung nach Wislikofen überführt.

Im Jahr 2003 wurde mit der Poststelle Wislikofen auch die «Metropole vom Studenland» – wie sie von Moos scherzhaft bezeichnet – aufgehoben. Somit musste er nach einer neuen Beschäftigung Ausschau halten und bewarb sich erfolgreich für die Leitung der Poststelle Kaiserstuhl. Damit war er neu für die Postversorgung in den Gemeinden Fisibach, Kaiserstuhl- Fisibach, Mellikon, Rümikon und Wislikofen zuständig. Später wurde die Poststelle Siglistorf durch eine Postagentur bei der Gemeindeverwaltung ersetzt und auch die dortige Zustellung nach Kaiserstuhl verlegt. Vor rund drei Jahren kam dann das Aus für die Poststelle Weiach, sodass die Poststelle Kaiserstuhl heute auch von der dortigen Kundschaft genutzt wird.

«In vielen kleineren Dörfern wie Rümikon, Mellikon oder Wislikofen bieten wir heute einen Hausservice an, welcher sehr geschätzt und rege genutzt wird. Wir verfügen hier über sehr gutes und motiviertes Zustellpersonal. Die Kunden schätzen auch die gute Lage und das grosszügige Parkplatzangebot der Poststelle Kaiserstuhl. Daher haben wir viele Pendlerkunden vom Bachsertal, aus Steinmauer, Bad Zurzach, Rietheim, Rekingen und Weiach. Dank dem Grenzübergang in Kaiserstuhl kommen auch viele Kunden aus Deutschland zu uns. Wir pflegen eine gute Zusammenarbeit mit der deutschen Volksbank und der deutschen Sparkasse, damit wir den Grenzgängern mit unseren PostFinance-Konti eine optimale Dienstleistung bieten können.» In der Poststelle Kaiserstuhl sind diverse interessante Produkte zu finden, wie z. B. Geschenkkarten – ein willkommenes Mitbringsel z.B. für Geburtstage etc.. «Wenn das Geschäft weiterhin so gut läuft wie heute, muss man sich um die Zukunft der Poststelle Kaiserstuhl keine Sorgen machen», so Adelbert von Moos über «seine» Poststelle.

Bei der Poststelle Kaiserstuhl ist Adelbert von Moos für den Schalterdienst, die Verwaltung der Postfächer und für Büroarbeiten zuständig. Am Montagnachmittag erhält er jeweils Unterstützung von einer Aushilfe, die in dieser Zeit den zweiten Schalter bedient. Dies ist ebenfalls am Monatsanfang und Monatsende der Fall.

Adelbert von Moos ist sehr zufrieden und glücklich mit seiner Arbeit und schätzt insbesondere die abwechslungsreiche Kundschaft aus dem Zürcher Unterland, dem Studenland und aus Deutschland. Er hat für jeden Kunden ein nettes Wort, sodass die Kunden «seine» Poststelle meist mit einem Lächeln oder Schmunzeln verlassen.

Die Kundschaft orientiert sich auch gerne am Auto des Poststellenleiters: Steht der schnittige rote Wagen auf seinem gewohnten Parkplatz, so weiss jeder, dass Adelbert von Moos da, ist. Ansonsten fallen gerne mal Sprüche, wie: «Ist Herr von Moos schon wieder in den Ferien oder wieso ist das Auto des Posthalters nicht da?».

In Zürich war Adelbert von Moos nebst seiner Arbeit im Bahnpostdienst auch als Gewerkschaftsfunktionär tätig. Heute hat er sich von der Politik zurückgezogen. Er engagiert sich stattdessen als Präsident des Vereins Hundesport Surbtal (www.hssurbtal. ch), welcher Kurse für die Hundeausbildung und -schulung anbietet. Früher besass von Moos selbst zwei Hunde. Heute setzt er sich mehr hinter den Kulissen ein und plädiert unter anderem für die Annahme des neuen kantonalen Hundegesetzes, das im November zur Abstimmung kommt. Bei der Schützengesellschaft Mellstorf wurde von Moos als ehemaliges Vorstandsmitglied zum Ehrenmitglied ernannt (obwohl er dort den Kranz jeweils kaufen musste, da er beim Schiessen nie genügend Punkte erreichte…). In der katholischen Kirche Wislikofen ist er zudem als Revisor tätig.

In der übrigen Freizeit geht Adelbert von Moos gerne im Schwarzwald wandern, pflegt das Haus, macht den Haushalt (und alles was sonst noch bei einer «Männer- WG» anfällt) oder geniesst einfach die Zeit mit seiner Partnerin. Für die fernere Zukunft denkt er bereits über eine frühzeitige Pensionierung nach.

Wir danken Adelbert von Moos herzlich für das nette Interview. Wir wünschen ihm weiterhin viel Spass und Befriedigung bei seiner Tätigkeit als Poststellenleiter in Kaiserstuhl- Fisibach.

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